Die Wahrheitsfindung



Die Seelenerinnerungen gehören allesamt der Vergangenheit an. Um es auch möglichst genau zu erklären begeben sich die Erinnerungen auch öfter mal zurück in die Gegenwart. Ab dann beginnt sich ein Stau aufzulösen, den manche Menschen als Furcht oder undefinierte Angst erleben. Dieser rückwärts gerichtete Zustand hat im Gegenwartsverständnis eigentlich nichts zu suchen. Dessen ungeachtet gehen diese Wahrnehmungen auch manchmal konform mit bildlichen Darstellungen im inneren und äusseren Blickwinkel. Diese wirken erst einmal unsortiert, enthalten aber doch Metaphern für andere Zeiten, wie z.B. Kostüme oder Gerätschaften und Zubehör aus einem Lebensalltag. Hier wird in dem Fluss der Metapher der Stil der jeweiligen Gegenwart zurück gespiegelt. Die wiederum haben sich in anderen Leben und Zeiten durch mut- und kraftvolle Wahrnehmung eingeprägt.

Diese Erinnerungen sind immer lückenhaft und können das ganze Drama nicht darstellen. Solche lückenhaften Begleiterscheinungen kamen auch bei dem Wiedergeburtserlebnis des Mannes vom Similaun bei mir vor. Ich hatte ständig innere Fotos oder auch Szenenabläufe zu verarbeiten, die augenscheinlich mit der Sensation am Alpenhauptkamm zu tun hatten. Seine innere Aufgebrachtheit, es stand ja sein Tod an, war die Markierung für das rückläufige Erinnern an seine Zeit.

Dass es hier aber um einen Zeitsprung von mehreren 1000 Jahren ging habe ich erst später erfahren und damit auch für mich als eine merkwürdige Information aufgearbeitet. Seine Erinnerungen stellten sich für mich nicht so einfach dar. Es waren ungeordnete zeitliche Einblicke. Sie hielten sich einerseits an den Alpenhauptkamm, andererseits aber auch an einen anderen Ort. Dieser andere Ort lag am Rhein, man konnte es definitiv zuordnen.

Dass es sich um zwei Lebensabschnitte handelte hatte ich wohl wahrgenommen, konnte aber die innere Logik nicht nachvollziehen. Im Alpenbereich waren ausserdem fragwürdige Metapher zu erkennen, denen ich keine Glaubwürdigkeit abgewann, soweit ich es rekonstruieren konnte. So ein phänomenales Potpourrie der Seelenverbindungen, wie ich es übermittelt bekommen habe, hat sich danach bei keiner anderen Rückführung noch einmal ergeben. In mir hatte ich diesen Prozess als ein mächtiges Unverständnis erlebt. Dieser Mann aus dem Eis bezeugte ja insgesamt viele aussergewöhnliche Stationen, die mir unverständlich, manchmal auch lästig wurden.

Soweit ich es damals verstehen konnte habe ich es in einem Buch veröffentlicht. Das allerdings musste für das Professorenteam eine ungeheuerliche Behauptung sein, denn sie wurden durch die Presse damit konfrontiert. Sagenhafte Einschaltquoten gibt es dieses Mal nicht. Ich werde keine öffentliche Aufstellung in den Medien mehr erlauben. Ich kann, und das werde ich auch tun, noch andere Stationen aus seinem Leben erklären. Zudem reicht es ja auch aus, dass man weiss wie sein Leben verlief, und das steht im Internet.

Um nun den Wahrheitsgehalt dieser Art der Rückführungen anzunehmen habe ich auch viele Metapher überprüft. Dabei stellte sich immer wieder ein realistisches Bild dar. Kaum zu glauben, dass aus dieser Zeit noch solche Phänomene ausgestrahlt wurden. Meine brisante Ausgangslage, die Behauptung aufstellen zu müssen, dass es eine Wiedergeburt gibt, die sich fast lückenlos an sein Leben erinnern kann, wollte man mir zunächst nicht glauben. Deshalb war es mir auch peinlich von diesem Status zu reden. Wenn man sich nicht so gut kennt, wie es mir damals ging, hatte man eben keine andere Wahl. Heute behaupte ich, dass ich es nicht besser schaffen konnte als mich damals in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Danach stand es für mich unumstösslich fest, dass dieser Status stimmig war.

Dann habe ich gute und besondere Schulungsprogramme absolviert, die über Reinkarnationstherapie meine Grundstimmung verbessern konnten. Einschlägige Literatur konnte meine Hilflosigkeit zu Zeiten seines Rückflusses auch nicht beheben. Erstens gab es kaum welche und zweitens war sie für mich durchweg unverständlich. Das gebe ich hiermit zu.

Mein Weg ermöglichte es mir dann, nach und nach in empfindlichere Ebenen zu kommen, aus denen ich dann Informationen erhalten habe. Es geht dabei insgesamt um individuelles Karma , aber auch um geschichtlich eingeordnete Zeitströme, die Menschen erlebt hatten und die im Panorama der Weltenbibliothek abgespeichert wurden.

Es gibt sie. Sie sind nicht so erreichbar, dass man jederzeit Zugriff hat. Sie werden verwaltet und von Engelfoken beschützt, so dass sich keine unreinen Mächte dort breitmachen können. Wäre das möglich würde das Weltenpanorama in kürzester Zeit einen Kollaps jedes abgespeicherten Inhalts ergeben.

Das hätte zur Folge, dass wir auf der Erde nicht mehr ein noch aus wüssten. Wir könnten uns auf jedem geschichtlichen Lavel bewegen. Das wiederum hätte grausame Folgen. Die Menschheit hat insgesamt einen moralischen Auftrag gehabt, aber ihn erst in negativen Verbindungen ausgeführt. Es ist zu vermuten, dass sich die Erinnerungen und Lebensgewohnheiten aller Völker und Stämme als unsortierte Eindrücke über uns Menschen hereinfluten und Angst und Furcht so stark wiedergeben, dass ein rasanter Wutstrom durch die Bevölkerung geht.

Zu diesem wichtigen Aufbau des Weltenpanoramas haben nur sehr wenige Menschen einen Zutritt bekommen. Sie mussten genau wie ich Schulungen um Schulungen über sich ergehen lassen. Hinzu kommt auch, dass die Körperstruktur für diesen Wandel des Zellvolumens geeignet sein muss. Für mich war das selbstverständlich. Ich hatte von meinem Körperaufbau kaum eine Vorstellung.

In mancher Hinsicht war das Schulungsprogramm, das ich absolviert habe ein sehr spannendes Erleben, aber auch viel zu anstrengend als dass ich es immer besonders gern ausgeführt hätte. Zu meinem Selbstverständnis gehört auch, dass ich niemals Angst vor dem nächsten Schritt in den Himmel auf Erden hatte. Gleich wie es sich ergab, es hat mich immer fasziniert. Heute stehe ich auf dem Standpunkt: die Weisheit der universellen Lehrer ist unantastbar.

Ich hätte mich gerne zwischendurch auch mal mit anderen Angeboten unserer Kultur befasst. Dafür blieb wenig Zeit und im Verständnis wurden diese Angebote auch zunehmend langweilig in ihrer Aussage. Das wird natürlich nicht besonders geschätzt, aber mein Weg war eben ein anderer.

Um die Glaubwürdigkeit von Reinkarnationserleben noch einmal zu erklären beginne ich mit den Phantasien der Menschen. Dieses Phantasieabkommen haben Abspeicherungen in unserer Datenbank, der Aura und auch im Zellkern. Sie sind die unbewussten Metaphern aus unserer Vergangenheit. In der Gegenwart bestimmen sie oft den künstlerischen Anteil einer Gesellschaft und werden damit in die Öffentlichkeit gebracht. Für die Zukunft bedeutet das jeweils Bewegung und Veränderung in gesellschaftspolitischer Hinsicht.

Meine Vertragsebene, eben der Zellkernaufbau, wurde total verändert. Meine phantastischen Erinnerungen sind daher nicht mehr vorhanden und können auch keinen Gegenwert mehr nach aussen bringen. Deshalb ist anzunehmen, dass der Wahrheitsgehalt des Lebensverständnisses des Mannes aus dem Eis zu 99% der Wahrheit entspricht und damit erfolgreich aus der Weltenbibliothek gefiltert wurde. Dafür stehe ich im Internet.



Weitere Informationen und Texte liegen vor.


Renate Spieckermann-Acquah